Durchdachte Elektromobilität?

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Wer hat darüber nachgedacht, was passiert, wenn jeder in seiner Garage oder besser in den Tiefgaragen der Großstädte sein Auto laden möchte. Wie wirkt sich das auf die Elektro-Infrastruktur aus. Man stelle sich vor, die Masse kommt abends nach Hause und will das Auto aufladen für den Theaterbesuch. Alle bisher vorgesehenen Gleichzeitigkeitsfaktoren sind Makulatur. Die Anschlussleistungen der Gebäude, Trafos, Kabel etc werden dann um das Doppelte als berechnet, ausgelastet. Es wird mehr Brände geben als heute. Das mit den Wartezeiten an Tankstellen ist ja nur die Spitze des Eisbergs.
Und überhaupt: die EU verbietet uns Glühbirnen und starke Staubsauger – wie soll ein Normalbürger nun den Hype verstehen, mit Strom zu fahren?
Das vielleicht noch im Winter ohne Heizung, Licht oder Wischer – weil man ja da auch “Strom sparen” muss um noch heim zu kommen!
Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) macht sich schon Gedanken darüber, wie die E-Technik in Gebäuden und Kommunen für eine Lade-Infrastruktur umzurüsten ist (technisch, nicht finanziell!). Ach ja: an Batterieladeräume werden bautechnisch erhebliche Anforderungen gestellt, die für Tiefgaragen kaum einhaltbar sind. Und der Explosionsschutz an normalen Tankstellen sollte auch berücksichtigt werden.
Das macht die Politik aber erst, wenn die Zahl der Opfer eine Schmerzschwelle überschreitet.
Apropos Steuern auf den Ladestrom: da wären doch PV-Paneele auf dem Garagendach und eine Wechselbatterie die Lösung – oder?
(was natürlich nur für einen Bruchteil der Bevölkerung so geht).
Aber die standardisierte Leih-Wechselbatterie, auch an öffentl. Tankstellen wie sie in Israel eingeführt wird, hätte doch auch hier riesige Vorteile – aber da gibt es sicher noch große mentale Hemmnisse.
Wie sagte unser Fußball-Kaiser? “Schau’n ‘mer mal!”

 

HK

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