IBAN und BIC bei Überweisungen

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Nachdem die BIZ (Bank für internationale Zahlungs-Angelegenheiten) das IBAN-System einführte und alle europäischen Länder (nicht nur EU) die Verträge unterschrieben, hat nun jedes Konto bei jeder Bank eine Zahlen-Buchstaben-Kombination, die unverwechselbar ist. Diese besteht zuerst aus dem Länderkürzel, gefolgt von einer zweistelligen Prüfziffer. Die nächsten fünf Zahlen definieren die Bank und dann folgt die Konto-Nummer.<!--more-->

Also kann mit der IBAN ein vollautomatischer, länderübergreifender Zahlungsverkehr erfolgen. Menschliche Kontrollen sind nicht mehr erforderlich. Vertipper werden vom System entdeckt, da dann die Kombination mit der Prüfziffer nicht übereinstimmt.

Seltsamerweise verlangen einige Banken zusätzlich den BIC (Bank Identifier Code). Das ist nichts anderes als eine moderne Form der nationalen Bankleitzahl, ergänzt mit der Länderkennung. Das ist seltsam, denn die IBAN enthält ja diese Angaben schon.<!--more--> Weshalb verlangen dann einige Banken diesen Code zusätzlich? Die Pressestellen dieser Banken geben keine Auskunft, sondern behaupten, es würde sich um ein Sicherheitsmerkmal handeln. Das ist nicht schlüssig, zumal dann, wenn dieselbe Bank Abbuchungen nicht auf Vorhandensein eines entsprechenden Auftrages überprüft. Was steckt also dahinter?

Da das IBAN-System automatisch arbeitet, dürfen für Überweisungen nur geringe Beträge eingefordert werden. Gibt aber der Kunde zusätzlich die BIC an, kann die Bank davon ausgehen, dass der Kunde eine Überprüfung verlangt und schon kann man ca. 15 Euro Gebühren dafür kassieren. Natürlich auch dann, wenn man gar nichts macht und die Überweisung automatisch erfolgt ;-)

Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen und verlangen Sie Überweisungen nach den IBAN-System. Das als Tipp von K.K., dem früheren Direktor der BIZ, welcher das System europaweit eingeführt hat.
 

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