Profischwarz bei Kameras

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Irgendwann fiel einem Designer ein, dass Kameras "profischwarz" sein sollten. Nun durfte man die Kameras nur noch im Schatten nutzen, um die Farbverschiebungen im Rahmen zu halten. Das stand sogar in der Bedienungs-Anleitung ;-) Die ersten digitalen Kameras von Kodak und Sonys waren wieder hell, denn die Entwickler wussten, dass Bildwandler auf Halbleiter-Basis mehr rauschen, wenn sie warm werden. <!--more-->Das ist bis heute so, denn um mehr aus den Wandler zu holen, werden hochwertige Exemplare sogar mit Peltier-Elementen gekühlt. Trotzdem sind die meisten Kameras wieder "profischwarz", also in der Farbe, welche die meiste Wärmestrahlung ins Gehäuse lässt. Weshalb nutzt man nicht metallische Oberflächen oder Rottöne, welche viel Wärmestrahlung reflektieren?

Gerade Profis werden vom "Profischwarz" geärgert: Als ich das Finale der letzten Weltmeisterschaft der Bogenschützen fotografierte, brannte die Sonne unbarmherzig auf den Platz. Wer mit zwei Kameras fotografierte, musste Handschuhe tragen, weil mit blossen Händen die mattschwarzen Kameras nicht mehr anzufassen waren. Mein G-Tele von Sony war in einem hellen Grau und liess ich noch bedienen; der Body jedoch nicht mehr.

Alles, was ich mit 100 ASA fotografiert hatte, war noch akzeptabel. Die Bilder, wo ich 800 ASA benötigte, waren so verrauscht, wie sonst bei Zimmertemperatur erst über 6400 ASA. Wozu also immer mehr Klimmzüge bei der Empfindlichkeit, wenn das "Profischwarz" einen Einsatz an der Sonne an die Grenzen bringt?

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